Gerätehersteller: Lohnt es sich, eine eigene Überwachungssoftware zu entwickeln?

Gerätehersteller: Lohnt es sich, eine eigene Überwachungssoftware zu entwickeln?

Im Zeitalter von Industrie 4.0 erkennen Maschinen- und Anlagenhersteller zunehmend die Bedeutung der Überwachung und Vorhersage von Problemen. Diese Informationen sind sowohl für die Instandhaltung im Werk als auch für das operative Team beim Endkunden unerlässlich.

Viele Unternehmen haben die Initiative ergriffen, komplette Systementwicklungslinien aufzubauen, um den wachsenden Anforderungen von Industrie 4.0 gerecht zu werden. Doch ist diese Initiative wirklich lohnenswert? In diesem Artikel beleuchten wir die Herausforderungen dieses Vorhabens und bewerten, ob es tatsächlich Vorteile bringt.

Die technischen und finanziellen Herausforderungen bei der Implementierung von Industrie 4.0-Lösungen

Die Entscheidung für Investitionen in fortschrittliche Industrie-4.0-Lösungen bringt eine Reihe technischer und finanzieller Herausforderungen mit sich, die nicht unterschätzt werden dürfen. Eine der größten Hürden sind die hohen Kosten für die Entwicklung und Implementierung dieser Technologien. Der Aufbau robuster und integrierter Systeme erfordert erhebliche Investitionen in Infrastruktur, Software und vor allem in Fachkräfte wie Automatisierungsingenieure, Softwareentwickler und Datenanalysten.

Neben den direkten finanziellen Kosten müssen Unternehmen auch den Zeitaufwand für die Entwicklung und Implementierung dieser Lösungen berücksichtigen. Der Entwicklungsprozess kann langwierig und komplex sein und erfordert strenge Tests sowie ständige Anpassungen, um sicherzustellen, dass das System die Erwartungen und Anforderungen des Marktes für unternehmenskritische Anwendungen erfüllt. Diese Entwicklungszeit kann die Markteinführungszeit neuer Produkte beeinflussen, den Markteintritt verzögern und potenziell zu einem Wettbewerbsverlust führen.

Eine weitere bedeutende technische Herausforderung ist die Integration neuer Systeme in bestehende Infrastrukturen. Viele Fabriken arbeiten mit Anlagen und Technologien, die vor dem Aufkommen von Industrie 4.0 entwickelt wurden. Die Integration dieser Technologien in Altsysteme kann ein komplexer Prozess sein, der fundierte Kenntnisse sowohl der alten als auch der neuen Technologien erfordert. Darüber hinaus erwarten Endkunden heute Systeme, die nicht nur mit den vom Hersteller gelieferten Anlagen, sondern auch mit bereits im Werk installierten Geräten kompatibel sind. Ohne eine ordnungsgemäße Integration besteht die Gefahr der Bildung von Datensilos, in denen Daten nicht effizient zwischen den Systemen fließen und somit das Potenzial für prädiktive Analysen und Automatisierung beeinträchtigt wird.

Weitere technische Entwicklungsherausforderungen:

Gerätehersteller: Lohnt es sich, eine eigene Überwachungssoftware zu entwickeln?

  1. Komplexe Architektur : Ein robustes IIoT-System erfordert die Integration mehrerer Schichten, darunter Kommunikationsgeräte, Protokolle, Daten, Anwendungen und Prozesse.
  2. Sicherheit : Angesichts der Zunahme von Cyberangriffen ist die Gewährleistung der Daten- und Systemsicherheit von entscheidender Bedeutung und äußerst komplex.
  3. Skalierbarkeit : Wenn weitere Geräte hinzugefügt werden, muss das System skalierbar sein, ohne dass die Leistung darunter leidet.
  4. Integration : Das System muss in der Lage sein, sich in verschiedene Arten von Steuerungen, Sensoren, Protokollen und bestehenden Systemen zu integrieren.
  5. Datenanalyse : Die Implementierung von Algorithmen für die prädiktive Analyse erfordert spezifische Fachkenntnisse im Bereich Data Science.
  6. Laufende Wartung : Das System erfordert ständige Aktualisierungen, Fehlerbehebungen und die Weiterentwicklung hin zu neuen Technologien.

Die Bedeutung von prädiktiver Analytik und kontinuierlicher Überwachung

Trotz der Herausforderungen bietet Industrie 4.0 erhebliche Vorteile. Predictive Analytics und kontinuierliche Überwachung sind zentrale Bestandteile dieser Lösungen und ermöglichen es Maschinen- und Anlagenherstellern, ihren Kunden durch die Erfassung von Betriebsdaten einen Mehrwert zu bieten. Mithilfe von Sensoren und intelligenten Algorithmen lassen sich Verschleißerscheinungen oder drohende Ausfälle erkennen, bevor sie zu größeren Problemen führen. Dies verbessert nicht nur die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Anlagen, sondern reduziert auch Wartungs-, Reise- und Reparaturkosten und schafft so einen positiven Kreislauf für alle Beteiligten.

Die kontinuierliche Überwachung ermöglicht zudem die Erfassung großer Mengen an Betriebsdaten, die zur Optimierung der Anlagenleistung in Echtzeit genutzt werden können. Durch die Analyse dieser Daten können Hersteller Nutzungsmuster erkennen und Betriebsparameter anpassen, um die Energieeffizienz zu maximieren, die Lebensdauer von Komponenten zu verlängern und den Ressourcenverbrauch zu reduzieren.

Die Notwendigkeit von Flexibilität und Anpassungsfähigkeit

 In einem Umfeld ständiger technologischer Weiterentwicklung ist Flexibilität eine unerlässliche Eigenschaft für jedes System, das im Zeitalter von Industrie 4.0 entwickelt wird. Lösungen müssen modular aufgebaut sein, um Aktualisierungen und Erweiterungen zu ermöglichen, sobald neue Technologien aufkommen oder sich Marktbedürfnisse ändern. Das bedeutet, dass Unternehmen neben der Entwicklung innovativer Technologien eine Denkweise der kontinuierlichen Innovation verinnerlichen müssen, in der Anpassung und ständige Verbesserung als integraler Bestandteil des Entwicklungsprozesses betrachtet werden.

Anpassungsfähigkeit ist auch im Kontext verschiedener Industriezweige von entscheidender Bedeutung. Jeder Sektor hat seine eigenen Besonderheiten und Herausforderungen, weshalb die Lösungen individuell anpassbar sein müssen, um den spezifischen Bedürfnissen jedes Kunden gerecht zu werden. Eine Lösung, die beispielsweise in der Automobilindustrie gut funktioniert, ist in einem Lebensmittelbetrieb möglicherweise nicht gleichermaßen effektiv. Daher müssen Maschinenhersteller sicherstellen, dass ihre Lösungen angepasst und individualisiert werden können, um in unterschiedlichen industriellen Umgebungen optimale Leistung zu erbringen.

Die beste Strategie im Zeitalter von Industrie 4.0

Gerätehersteller: Lohnt es sich, eine eigene Überwachungssoftware zu entwickeln?

Investitionen in Industrie-4.0-Technologien mögen für Maschinen- und Anlagenhersteller verlockend erscheinen, doch die damit verbundenen Risiken und Herausforderungen sollten nicht außer Acht gelassen werden. Viele Unternehmen, die eigene technologische Lösungen entwickeln, verlagern ihren Fokus von ihrem Kerngeschäft und sehen sich mit dem Bedarf an kontinuierlichen und hohen Investitionen für die Wartung und Aktualisierung dieser Systeme konfrontiert. Diese Ablenkung kann zu einer Ressourcenüberlastung führen und erfordert eine ständige Anpassung an den rasanten technologischen Wandel, was langfristig zu einer kostspieligen und aufwendigen Aufgabe werden kann.

Statt in Eigenentwicklung zu investieren, ist es deutlich sinnvoller, auf eine etablierte industrielle IoT-Überwachungsplattform zurückzugreifen. Diese Plattformen bieten kontinuierliche Updates und gewährleisten uneingeschränkte Kompatibilität mit verschiedenen Systemen und Anlagen. Darüber hinaus ermöglichen sie eine ganzheitliche Betrachtung der gesamten Industrieanlage, anstatt sich nur auf die firmeneigenen Anlagen zu konzentrieren. So können Kunden ihren gesamten Betrieb integriert und effizient überwachen und optimieren – ohne die Einschränkungen intern entwickelter Lösungen.

Zu den Vorteilen dieses Ansatzes gehören:

  1. Konzentration auf das Kerngeschäft : Dadurch kann das Unternehmen seine Ressourcen auf das konzentrieren, was es am besten kann – die Herstellung hochwertiger Maschinen.
  2. Zugang zu Expertenwissen : Spezialisierte Partner bringen jahrelange Erfahrung und fundiertes Wissen in der IIoT-Softwareentwicklung mit und gewährleisten so qualitativ hochwertige Lösungen.
  3. Kostenreduzierung : Es entfällt die Notwendigkeit, in ein internes Softwareentwicklungsteam und eine IT-Infrastruktur zu investieren, wodurch die Betriebskosten erheblich gesenkt werden.
  4. Agilität bei der Markteinführung : Fertige und erprobte Lösungen lassen sich viel schneller implementieren als die Entwicklung eines Systems von Grund auf, wodurch die Markteinführungszeit verkürzt wird.
  5. Robuste Lösungen : Spezialisierte Unternehmen bieten ausgereifte, umfassend getestete und zuverlässige Lösungen, die für mehr Sicherheit und Effizienz sorgen.
  6. Skalierbarkeit : Partnerlösungen bieten in der Regel eine größere Flexibilität, um mit der sich ändernden Nachfrage mitzuwachsen und ermöglichen so eine effiziente Anpassung an Marktveränderungen.

Der Bridgemeter-Fall

Predictive Monitoring Software, Bridgemeter

Above-Netdemonstriert mit seiner Bridgemeter-Lösung beispielhaft die Vorteile einer strategischen Partnerschaft im Bereich IIoT-Software. Bridgemeter ist eine umfassende Plattform für vorausschauendes Monitoring, die sich nahtlos in verschiedenste Maschinen und Anlagen integrieren lässt.

 Durch die Einführung einer Lösung wie Bridgemeter können Maschinenhersteller ihren Kunden Folgendes bieten:

  • Echtzeitüberwachung : Kontinuierliche Überwachung der Maschinenleistung zur Gewährleistung eines effizienten Betriebs.
  • Predictive Analytics : Werkzeuge für die vorbeugende Wartung, zur Reduzierung von Ausfallzeiten und Reparaturkosten.
  • Wertvolle Erkenntnisse : Detaillierte und segmentierte Informationen für Hersteller und Endkunden über Betrieb und Effizienz der Geräte ermöglichen beiden Parteien eine fundiertere Entscheidungsfindung.
  • Vereinfachte Integration : Einfache Kompatibilität mit bestehenden Systemen und Infrastrukturen, wodurch Informationssilos vermieden werden.
  • Drag & Drop-Oberfläche : Ermöglicht die sofortige Konfiguration von Regeln, Zusammenfassungen und Diagrammen auf der Plattform.
  • Robuste Datensicherheit : Schutz auf Branchenniveau zur Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität der Daten.
  • Business Intelligence : Analytische Fähigkeiten, die dabei helfen, Verbesserungspotenziale und Optimierungsmöglichkeiten zu identifizieren.
  • Generierung zusätzlicher Einnahmen : Möglichkeit, die Lösung an Endkunden weiterzuverkaufen und so eine neue Einnahmequelle zu schaffen.

Abschluss

Durch den Einsatz einer industriellen IoT-Überwachungsplattform reduzieren Unternehmen nicht nur Entwicklungskosten und -aufwand, sondern stellen auch sicher, dass ihre Kunden eine hochwertige, stets aktuelle Lösung erhalten, die mit technologischen Innovationen Schritt hält. Dieser Ansatz ermöglicht es Herstellern, sich auf ihre Kernkompetenz – die Entwicklung und Fertigung modernster Maschinen und Anlagen – zu konzentrieren, während die komplexe Überwachung und prädiktive Analytik in den Händen von IoT-Experten liegt.

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